Informationen zur Wallfahrt nach Kälberau


Ein Wallfahrtsort stellt sich vor – ein Wallfahrtsort lädt ein

„Kälberau – Wallfahrtsort“ so grüßt diese Dorfgemeinde ihre Gäste.
Was nicht auf den Ortsschildern steht, aber für den Wallfahrtsort wichtig bleibt, der Titel unter dem Maria hier verehrt wird: „Maria zum Rauhen Wind“.
Erklärungs- und gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedeutend: weder damals noch heute.
„Weich hagel und windt- das helff uns Maria und ihr liebes Kind“ eine Inschrift auf einer Marienglocke, gegossen 1482, zugleich ein Hinweis wie Maria zu diesem Titel kam und was er Menschen von damals bedeutete und heute bedeuten könnte.

Die Menschen im Freigericht und Kahlgrund waren in erster Linie nicht Landwirte sondern Winzer. Früh- und Spätfröste, die schon immer ihre Existenzgrundlage bedrohten, gestalteten sich damals so, dass die Weinlese hinreichend gesichert schien. Aber im 15. Jahrhundert muß wohl ein Klimawechsel erfolgt sein, der alle bisherigen Erfahrungen in Frage stellte und die Existenzgrundlage ernsthaft gefährdete. Diese Tatsache stellte die Bewohner dieser Landschaft vor die Frage: aufgeben, auswandern oder anderswo um Hilfe nachsuchen. Sie waren gläubige Christen und reagierten als solche auch gläubig.
Unser Gnadenbild, das älteste in der Untermainregion, eine gotische Marienstatue, gefunden etwa 1380 in einem „Hollerbusch“, wurde für sie zum Ort neuen Lebensmutes; sie wallfahrteten zu dieser Statue, erlebten sich von der Mutter mit dem Kinde verstanden und bei Gott „aufgehoben“. Sie machten die Erfahrung, wie selbst witterungsfühlige Reben Widerstandskraft entwickelten und pflegten weiter, was sie bisher betrieben hatten: den Weinanbau, aber unter größerem „Herzklopfen“; denn diese Früh- und Spätfröste blieben hartnäckig bis heute; und so kam Maria mit dem Kinde zu einem Titel, der wohl ungewöhnlich aber nicht weltfremd für diese Gegend ist.

Über den Kahlgrund hinaus erleben Christen auch heute einen unwahrscheinlichen Klimaeinbruch. Er läßt sich weder mit Konferenzen noch mit Protokollen beheben, er will bestanden und durchgestanden werden; der klimatische Wandel festgeschrieben in dem einen Wort: Vertrauenskrise. Nicht allein in die Institutionen des öffentlichen Lebens sondern auch in die Kirche und in Gott, wie er sich im Leben von Jesus Christus den Menschen für alle Zeiten, Kulturen und Zivilisationen offen legt. Einfach „rauher Wind“. So will ein Titel von Maria von damals für heute zum Leit- und Hoffnungsbild werden.

Der Möglichkeiten sind viele:
• zu einem Tagesprogramm mit Predigt, Eucharistiefeier, Gedankenaustausch und „Atemholen“ für heute und morgen; oder
• zu einem Nachmittagsprogramm mit Einkehr für Leib und Seele; oder
• zu einem Kurzaufenthalt auch „Stip-visite“ mit biblischem Wort und Segen.
Ein Rahmenprogramm, offen für spezielle Wünsche.

Auf eine freundliche Kontaktaufnahme wartet und grüßt mit einem „Gott befohlen“
P. Bernhard Pieler, Pallottiner, Wallfahrtsseelsorger.



Litanei zur Muttergottes vom Rauhen Wind
Kälberauer Wallfahrtslied

Eingebettet zwischen der Mainebene und den Ausläufern des Spessarts, liegt die Stadt Alzenau mit ihrem Stadtteil Kälberau und seinen ca. 1300 Einwohnern und etwa 800 Pfarrgemeindemitgliedern. Am Ende des Dorfes - von Alzenau kommend - erhebt sich die Alte Wallfahrtskirche auf leicht ansteigendem Hügel auf der linken Seite. Die gotische Kirche birgt das Gnadenbild "Maria zum Rauhen Wind". Seit dem 14. Jahrhundert verehren die Bewohner des Kahlgrundes die Statue, die damals in den Fluren der Gemeinde stand. Die Gottesmutter war Fürsprecherin und Helferin in ihrer Sorge um das Gedeihen der Feldfrüchte.
Der Würzburger Dombaumeister Hans Schädel erweiterte 1957 diese Kirche durch einen eigenständigen Zentralbau.
Die Entstehung der Neuen Wallfahrtskirche können Sie hier nachlesen.
Die Pallottiner versehen seit 1957 die Seelsorge an der Wallfahrtsstätte und in der Gemeinde.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen gerne einige Informationen zur Wallfahrt nach Kälberau geben und würden uns freuen, Sie als Einzel- oder Gruppenwallfahrer in der Pfarrei Mariä Geburt mit der Wallfahrtskirche "Maria zum Rauhen Wind" begrüßen zu dürfen.
Bei einem Rundgang möchten wir Ihnen einen Eindruck von der Wallfahrtskirche geben.

Informationen für Wallfahrtsgruppen
• Wallfahrtsgruppen können Eucharistiefeiern oder Andachten in der Wallfahrtskirche feiern (Wahlweise mit eigenem Seelsorger oder dem örtlichen Wallfahrtsseelsorger)
• Kirchenführungen sind möglich
• Verköstigung (Kaffee & Kuchen) im Pfarrsaal (ca. 75 Sitzplätze) unterhalb der Wallfahrtskirche ist möglich
• Für das Mittag- bzw- Abendessen: http://www.zum-gruenen-baum-kaelberau.de oder reservierung@zum-gruenen-baum-kaelberau.de
• Parkplatz für ca. 20 PKW unmittelbar an der Kirche
• Busparkplatz in etwa 100 m Entfernung
Anmeldeformular zur Wallfahrt nach Kälberau
Anfahrtsskizze
Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung

Persönlicher Kontakt zum Wallfahrtsbüro/Wallfahrtsseelsorger P. Bernhard Pieler SAC
• Tel: 06023-503529
• Fax: 06023-955532
• e-Mail Pfarrbüro: pfarrei.kaelberau@bistum-wuerzburg.de
• e-Mail Wallfahrtsseelsorger: bernhard.pieler@bistum-wuerzburg.de

Wallfahrtstage und besondere Anlässe im Jahr 2017

• Großer Wallfahrtstag am 01./02. Juli 2017
• Kleiner Wallfahrtstag am 10. September 2017
• Dekanatswallfahrt: Termin folgt in Kürze
• Verabschiedung der Pallottiner am 22.10.2017
Die aktuelle Gottesdienstordnung zum jeweiligen Festtag finden Sie zeitnah in den Pfarrnachrichten.



Allgemeine Gottesdienstzeiten
Dienstag: 19.00 Uhr Messfeier
Freitag: 08.15 Uhr Messfeier
Samstag: 16.30 Uhr Beichtgelegenheit
Sonntag: 09.15 Uhr Messfeier / 18.30 Uhr Abendmesse
• Rosenkranzgebet wochentags 30 Minuten vor Messbeginn
• Aussetzung, sakramentaler Segen und Hauskommunion am Herz-Jesu-Freitag (1. Freitag im Monat)

Die aktuelle Gottesdienstordnung ist in den Pfarrnachrichten nachzulesen.


Stand:07.04.2017/jp