Wir wünschen eine schöne und erholsame Ferienzeit und eine gesunde Rückkehr!



Möge die Straße dir freundlich entgegenkommen.
Mögest du den Wind immer im Rücken haben.
Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen
und der Regen sanft auf deine Felder fallen.
Und bis wir uns wieder sehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.


Kräuterweihe am Hochfest Mariä Himmelfahrt

Die Kräuterweihe gehört zu den volkstümlichen Bräuchen in der römisch-katholischen Kirche. Dazu wird am Hochfest Mariä Himmelfahrt (15. August) eine Reihe von Kräutern zu einem Strauß gebunden, die im Gottesdienst oder im Anschluss daran, gesegnet werden. Die Kräuterweihe zählt zu den Sakramentalien.
Je nach Region bestehen die Kräuterbuschen aus sieben (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungstage), neun (dreimal drei für die hl. Dreifaltigkeit), zwölf (Zahl der Apostel), 14 (Zahl der Nothelfer), 24 (zweimal zwölf: zwölf Stämme Israels aus dem alten und zwölf Apostel Christi aus dem neuen Testament), manchmal sogar aus 72 oder gar 99 verschiedenen Kräutern.
Zu den sieben "Hauptkräutern" eines Kräuterbüschels zählen Wermut, Kamille, Johanneskraut, Salbei, Spitzwegerich und Arnika. Ebenfalls typische Kräuter für einen Kräuterbüschel sind neben den vorab genannten Kräutern auch noch Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Thymian, Baldrian, Eisenkraut sowie die verschiedenen Getreidesorten.
In manchen Regionen wurden in die Kräuterbuschen so viele Alantblüten eingebunden, wie Menschen, Kühe und Pferde auf dem Hof lebten. Der Tee aus diesen geweihten Kräutern sollte besonders heilsam sein. Krankem Vieh wurden geweihte Kräuter ins Futter gemischt oder man warf zum Schutz vor Blitzschlag bei Gewitter die Kräuter ins offene Feuer.
Dass die Kräuterweihe auf den Marienfeiertag im August gelegt wurde hat wohl mit der Reife der Kräuter und des Getreides in dieser Zeit zu tun. Ein zweiter Grund dafür, dass die Kräuterweihe und der Marienfeiertag gemeinsam begangen werden hat wohl auch damit zu tun, dass Maria schon in altchristlichen Gebeten als "Blume des Feldes und Lilie der Täler" bezeichnet wird.